Die Nutzung von Regenwasser bietet eine praktische Möglichkeit, Wasser für die Gartenbewässerung und andere Grünflächen bereitzustellen. Statt Niederschlag ungenutzt ablaufen zu lassen, kann das Wasser gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. Flexible Regenwasserzisternen eignen sich dabei für unterschiedliche Anforderungen, da sie in verschiedenen Größen und Grundrissen erhältlich sind und oberirdisch auf einer geeigneten Fläche aufgestellt werden können.
Besonders interessant sind solche Speichersysteme für private Gärten, Gewächshäuser, Gartenbaubetriebe und größere Grünflächen. Je nach verfügbarem Platz und Wasserbedarf lassen sich Speicher von mehreren tausend Litern bis zu sehr großen Volumen einplanen. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Größe des Tanks. Auch Dachfläche, regionaler Niederschlag, gewünschter Wasserbedarf, Stellfläche und die geplante Wasserentnahme sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Flexible Regenwasserzisternen für unterschiedliche Einsatzbereiche
Eine flexible Regenwasserzisterne kann überall dort eingesetzt werden, wo Regenwasser gesammelt und für die spätere Nutzung gespeichert werden soll. Im privaten Garten steht häufig die Bewässerung von Rasen, Beeten, Sträuchern oder Gemüseflächen im Mittelpunkt. In einem Gewächshaus kann gespeichertes Regenwasser für die Versorgung verschiedener Pflanzen genutzt werden. Bei größeren Grünflächen oder im Gartenbau steigt entsprechend der benötigte Speicherbedarf.
Ein wichtiger Vorteil flexibler Systeme liegt in der Auswahl unterschiedlicher Grundrisse. Dadurch kann der vorhandene Platz besser berücksichtigt werden. Gerade bei Grundstücken mit begrenzter Stellfläche kann ein länglicher oder besonders schmaler Speicher eine interessante Lösung darstellen.
Die oberirdische Aufstellung unterscheidet sich außerdem von klassischen Erdtanks. Der Speicher muss nicht unter einer Fläche eingegraben werden, sondern wird auf einer vorbereiteten, ebenen und tragfähigen Fläche aufgestellt. Dadurch kann die Planung unter bestimmten Voraussetzungen einfacher gestaltet werden.
Den passenden Speicherbedarf bestimmen
Bevor eine Regenwasserzisterne ausgewählt wird, sollte zunächst ermittelt werden, wie viel Regenwasser voraussichtlich gesammelt und wie viel Wasser benötigt wird. Die verfügbare Dachfläche ist dabei ein wichtiger Ausgangspunkt. Je größer die angeschlossene Dachfläche ist, desto mehr Niederschlagswasser kann grundsätzlich gesammelt werden.
Zusätzlich spielt der örtliche Niederschlag eine Rolle. Regionen mit häufigeren oder stärkeren Niederschlägen bieten andere Voraussetzungen als Gebiete mit längeren trockenen Perioden. Für eine realistische Planung sollte deshalb nicht nur das maximale Speichervolumen betrachtet werden.
Auch der Wasserbedarf des Gartens muss berücksichtigt werden. Ein kleiner Privatgarten benötigt normalerweise weniger Bewässerungswasser als eine große Grünfläche oder ein professionell genutztes Gewächshaus. Wer den Speicher zu klein dimensioniert, kann in niederschlagsarmen Zeiten schneller auf zusätzliches Leitungswasser angewiesen sein. Ein übermäßig großer Speicher kann dagegen unnötig viel Stellfläche beanspruchen und höhere Anschaffungskosten verursachen.
Ein Größenrechner kann dabei helfen, die wichtigsten Faktoren miteinander zu verbinden und eine geeignete Speichergröße zu bestimmen.
Oberirdische Aufstellung richtig planen
Eine oberirdische Regenwasserzisterne benötigt keine klassische Baugrube, aber dennoch einen geeigneten Standort. Die Fläche sollte eben, tragfähig und für das Gewicht des gefüllten Speichers geeignet sein. Der Untergrund muss so vorbereitet werden, dass der Speicher sicher aufgestellt werden kann. Für unterschiedliche Gartenflächen und Anforderungen bieten sich Flexible Regenwasserzisternen mit verschiedenen Speichervolumen und Grundrissen an.
Bei der Standortwahl sollten außerdem die Leitungswege berücksichtigt werden. Je kürzer und sinnvoller die Verbindung zwischen Regenwasserzuführung, Speicher und Entnahmestelle geplant wird, desto einfacher kann die Installation ausfallen.
Auch der Überlauf sollte von Anfang an berücksichtigt werden. Bei einem vollständig gefüllten Speicher muss überschüssiges Wasser kontrolliert abgeführt werden können. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass austretendes Wasser keine Gebäude, Elektroanlagen oder angrenzende Grundstücke gefährdet.
Regenwasserspeicher für schmale Stellflächen
Nicht jedes Grundstück bietet ausreichend Platz für einen großen, breiten Tank. Besonders entlang von Gebäuden, in schmalen Gartenbereichen oder zwischen verschiedenen Nutzflächen kann die verfügbare Stellfläche begrenzt sein.
Hier können Regenwasserspeicher mit unterschiedlichen Grundrissen eine praktische Alternative darstellen. Statt ausschließlich nach dem Volumen auszuwählen, sollte der verfügbare Platz genau vermessen werden. Länge, Breite und Höhe des Speichers müssen zum vorgesehenen Standort passen.
Eine flexible Auswahl der Form kann dazu beitragen, vorhandene Flächen besser auszunutzen. Gleichzeitig sollten ausreichend Platz für Anschlüsse, Wartung und die sichere Wasserführung eingeplant werden.
Einsatz im privaten Garten
Für private Gärten ist die Regenwassernutzung besonders interessant, weil der Wasserbedarf während der Vegetationsperiode deutlich steigen kann. Gesammeltes Regenwasser kann beispielsweise zur Bewässerung von Beeten, Rasenflächen und Pflanzen eingesetzt werden.
Die erforderliche Speichergröße hängt dabei stark von der Größe des Gartens und der vorhandenen Dachfläche ab. Auch die Häufigkeit der Bewässerung spielt eine Rolle. Wer nur kleinere Pflanzflächen versorgt, benötigt eine andere Lösung als jemand, der eine größere Rasenfläche oder einen umfangreichen Nutzgarten bewässern möchte.
Ein ausreichend dimensionierter Speicher kann dabei helfen, Niederschläge aus regenreicheren Zeiträumen für spätere Trockenphasen verfügbar zu machen.
Regenwasserspeicher für Gewächshäuser
Gewächshäuser haben einen eigenen Bewässerungsbedarf. Pflanzen benötigen je nach Art, Wachstumsphase und Umgebung regelmäßig Wasser. Ein geeigneter Regenwasserspeicher kann deshalb ein wichtiger Bestandteil einer geplanten Bewässerungslösung sein.
Bei der Auswahl sollte neben dem Speichervolumen auch die Entfernung zwischen Speicher und Gewächshaus berücksichtigt werden. Ebenso wichtig ist die Frage, wie das Wasser entnommen und zu den Pflanzen transportiert werden soll.
Für kleinere Gewächshäuser kann ein kompakter Speicher ausreichen. Größere Anlagen oder intensiv genutzte Flächen können dagegen ein deutlich höheres Speichervolumen benötigen.
Regenwasserspeicher im Gartenbau
Im Gartenbau können größere Wassermengen erforderlich sein. Hier sollte die Speicherplanung besonders sorgfältig erfolgen. Neben der Dachfläche und dem Niederschlag muss der tatsächliche Verbrauch der jeweiligen Kulturen berücksichtigt werden.
Ein größerer Speicher kann sinnvoll sein, wenn regelmäßig größere Wassermengen benötigt werden und ausreichend Niederschlagswasser gesammelt werden kann. Je nach verfügbarem Grundstück können Speicher mit mehreren tausend Litern bis hin zu sehr großen Volumen eingesetzt werden.
Dabei sollte auch die spätere Wasserentnahme berücksichtigt werden. Die technische Ausstattung muss zur geplanten Bewässerung passen und ausreichend Wasser mit dem benötigten Druck und der erforderlichen Fördermenge bereitstellen.
Zubehör und Wasserentnahme
Eine Regenwasserzisterne ist nur ein Bestandteil einer vollständigen Regenwassernutzungsanlage. Für die Zuführung des Regenwassers können beispielsweise Regensammler, Schläuche, Schellen und weiteres Anschlusszubehör benötigt werden.
Für die Entnahme kann eine externe Pumpe eingesetzt werden. Welche Pumpe geeignet ist, hängt unter anderem von der benötigten Fördermenge, dem Betriebsdruck, der Leitungslänge und dem Höhenunterschied ab.
Deshalb sollte die Pumpe nicht unabhängig vom geplanten Bewässerungssystem ausgewählt werden. Eine Anlage für eine kleine Gartenfläche stellt andere Anforderungen als eine Bewässerung für größere Grünflächen oder einen Gartenbaubetrieb.
Zu beachten ist außerdem, dass Pumpen und zusätzliche Ausstattung nicht automatisch Bestandteil des Tankpreises sein müssen. Vor dem Kauf sollte daher geprüft werden, welche Komponenten im jeweiligen Lieferumfang enthalten sind.
Regenwasserzisterne nachrüsten
Eine bestehende Regenwassernutzung kann unter bestimmten Voraussetzungen nachgerüstet oder erweitert werden. Dabei sollte zunächst geprüft werden, welche Leitungen bereits vorhanden sind und wie das Regenwasser aktuell abgeführt wird.
Anschließend kann überlegt werden, an welcher Stelle ein zusätzlicher Speicher aufgestellt werden kann. Besonders bei einer Nachrüstung ist die vorhandene Stellfläche ein wichtiger Faktor. Auch die Verbindung zum Dachablauf und die spätere Wasserentnahme müssen sinnvoll geplant werden.
Eine sorgfältige Planung kann helfen, unnötige Umbauten zu vermeiden und den vorhandenen Platz optimal zu nutzen.
Wichtige Sicherheitsaspekte bei der Aufstellung
Eine oberirdische Regenwasserzisterne sollte auf einem geeigneten Untergrund stehen. Die Fläche muss eben und ausreichend tragfähig sein. Außerdem sollte der Standort so gewählt werden, dass das gespeicherte Wasser bei einem möglichen Austritt keine Schäden verursacht.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Gebäude, elektrische Anlagen und angrenzende Grundstücke. Die Leitungsführung und der Überlauf sollten so geplant werden, dass Wasser kontrolliert abgeführt werden kann.
Darüber hinaus sollte berücksichtigt werden, dass die gespeicherten Wassermengen erhebliches Gewicht besitzen. Deshalb ist eine geeignete Vorbereitung des Untergrunds ein wesentlicher Bestandteil der Planung.
Regenwasserspeicher sind zudem nicht für Trinkwasser vorgesehen. Das gesammelte Wasser sollte entsprechend ausschließlich für geeignete Nutzungszwecke wie die Gartenbewässerung eingesetzt werden.
Von der Planung bis zur passenden Zisterne
Die Auswahl einer flexiblen Regenwasserzisterne sollte nicht ausschließlich anhand eines bestimmten Literwertes erfolgen. Eine gute Planung beginnt mit der Ermittlung der Dachfläche, des durchschnittlichen Niederschlags und des tatsächlichen Wasserbedarfs.
Danach wird geprüft, welche Stellfläche zur Verfügung steht und welcher Grundriss dort sinnvoll eingesetzt werden kann. Anschließend können Anschlüsse, Überlauf, Leitungswege und die benötigte Pumpe geplant werden.
Auf diese Weise entsteht ein Speicherkonzept, das sowohl zum vorhandenen Grundstück als auch zur geplanten Nutzung passt. Flexible Regenwasserzisternen bieten dabei den Vorteil, dass verschiedene Speichergrößen und Grundrisse für unterschiedliche Anforderungen berücksichtigt werden können.
Fazit
Flexible Regenwasserzisternen ermöglichen eine vielseitige Speicherung von Niederschlagswasser für private Gärten, Gewächshäuser und größere Grünflächen. Durch unterschiedliche Volumen und Grundrisse können sowohl großzügige Grundstücke als auch Bereiche mit begrenzter Stellfläche berücksichtigt werden.
Für eine sinnvolle Auswahl sind Dachfläche, Niederschlag, Wasserbedarf und verfügbarer Platz entscheidend. Ebenso wichtig sind eine geeignete Aufstellfläche, eine durchdachte Leitungsführung, ein sicher geplanter Überlauf und die passende technische Ausstattung für die Wasserentnahme.
Wer diese Faktoren bereits vor dem Kauf berücksichtigt, kann die Speichergröße und Ausführung gezielter auf den eigenen Bedarf abstimmen und Regenwasser langfristig für die Gartenbewässerung und andere geeignete Nutzungsbereiche einsetzen.

