Eine zuverlässige Löschwasserversorgung ist für viele Industrieunternehmen, Gewerbebetriebe, Logistikzentren, Lagerhallen und landwirtschaftliche Betriebe ein wichtiger Bestandteil der Brandschutzplanung. Besonders an Standorten, an denen die öffentliche Wasserversorgung nicht die erforderliche Löschwassermenge bereitstellen kann, kann ein eigener Löschwassertank eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Unterirdische Löschwassertanks ermöglichen es, größere Wassermengen dauerhaft am jeweiligen Standort zu bevorraten. Gleichzeitig wird die oberirdische Grundstücksfläche vergleichsweise wenig beeinträchtigt. Dies kann insbesondere bei Gewerbe und Industriegrundstücken von Vorteil sein, auf denen vorhandene Flächen für Gebäude, Zufahrten, Lagerbereiche oder betriebliche Abläufe benötigt werden.
Je nach Projekt können unterschiedliche Speichervolumen vorgesehen werden. Dazu gehören beispielsweise 50 m³, 100 m³, 120 m³, 150 m³ oder 200 m³. Für größere Bauvorhaben können auch individuell dimensionierte Lösungen erforderlich sein.
Was ist ein Löschwassertank?
Ein Löschwassertank ist ein Speicher, der zur Bevorratung von Wasser für den Brandfall vorgesehen ist. Anders als ein normaler Wassertank dient er nicht in erster Linie dem täglichen Wasserverbrauch, sondern stellt eine definierte Wasserreserve für die Löschwasserversorgung bereit.
Das gespeicherte Wasser wird über geeignete Entnahmeeinrichtungen zur Verfügung gestellt. Je nach Planung können entsprechende Feuerwehranschlüsse vorgesehen werden.
Die Größe des Tanks wird anhand des tatsächlichen Bedarfs bestimmt. Dabei spielen unter anderem die Gebäudenutzung, die Größe des Objekts, die vorhandene Wasserversorgung und die Anforderungen des Brandschutzkonzepts eine Rolle.
Warum kann ein unterirdischer Löschwassertank sinnvoll sein?
Ein unterirdischer Tank bietet insbesondere bei größeren Grundstücken und gewerblich genutzten Flächen eine platzsparende Möglichkeit zur Wasserbevorratung.
Der eigentliche Speicher befindet sich unter der Geländeoberfläche und kann dadurch vergleichsweise unauffällig in das Grundstück integriert werden.
Je nach Bauweise und örtlichen Voraussetzungen kann die Fläche über dem Tank nach der Installation weiterhin genutzt werden. Welche Nutzung möglich ist, hängt von der Konstruktion und den jeweiligen baulichen Bedingungen ab.
Detail 1: Der Löschwasserbedarf steht am Anfang der Planung
Vor der Auswahl eines Löschwassertanks sollte zunächst der erforderliche Löschwasserbedarf ermittelt werden.
Dabei wird betrachtet, welche Wassermenge für das jeweilige Objekt oder Betriebsgelände benötigt wird. Die Anforderungen können bei einer Produktionshalle anders sein als bei einem kleinen Gewerbegebäude oder einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Die Größe des Tanks sollte deshalb nicht einfach nach der verfügbaren Grundstücksfläche ausgewählt werden. Entscheidend ist der tatsächlich benötigte Löschwasservorrat.
Detail 2: Die öffentliche Wasserversorgung überprüfen
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Prüfung der vorhandenen öffentlichen Wasserversorgung.
Dabei sollte festgestellt werden, welche Löschwassermenge am Standort tatsächlich zur Verfügung steht. Wenn die erforderliche Menge nicht erreicht wird, kann eine zusätzliche Löschwasserbevorratung erforderlich sein.
Ein eigener Löschwassertank kann in diesem Fall dazu beitragen, eine definierte Wasserreserve direkt am Betriebsstandort vorzuhalten. Eine zuverlässige Wasservorhaltung für den Brandfall lässt sich mit passenden Lösungen wie Löschwassertank projektbezogen planen.
Detail 3: Das richtige Tankvolumen auswählen
Löschwassertanks können in verschiedenen Größen eingesetzt werden. Häufig kommen beispielsweise Volumen von 50, 100, 120, 150 oder 200 m³ infrage.
Ein Tank mit 100 m³ fasst 100.000 Liter Wasser. Bei einem Volumen von 200 m³ stehen 200.000 Liter zur Verfügung.
Welche Größe benötigt wird, hängt von den Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Ein zu kleiner Tank kann den erforderlichen Bedarf nicht abdecken, während ein unnötig großer Speicher zusätzliche Kosten und einen höheren Einbauaufwand verursachen kann.
Detail 4: Den Standort sorgfältig bestimmen
Der Standort des Löschwassertanks sollte bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
Bei der Auswahl können Gebäude, Grundstücksgrenzen, Zufahrten, Verkehrsflächen, bestehende Leitungen und andere unterirdische Einrichtungen eine Rolle spielen.
Auch die Lage der Entnahmeeinrichtung sollte berücksichtigt werden. Die Feuerwehr muss im Bedarfsfall einen geeigneten Zugang zu dieser Einrichtung haben.
Detail 5: Bodenverhältnisse und Grundwasser berücksichtigen
Da ein unterirdischer Löschwassertank im Erdreich installiert wird, sind die örtlichen Bodenverhältnisse von Bedeutung.
Vor dem Einbau sollte geprüft werden, welche Bodenbeschaffenheit vorhanden ist und ob beispielsweise Grundwasser oder andere Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.
Diese Faktoren können Einfluss auf die Planung und technische Ausführung des Tanks haben.
Detail 6: Die Entnahme des Löschwassers planen
Ein Speicher kann seine Aufgabe nur erfüllen, wenn das Wasser im Brandfall zuverlässig entnommen werden kann.
Deshalb müssen geeignete Entnahmeeinrichtungen vorgesehen werden. Je nach Projekt können beispielsweise Feuerwehranschlüsse wie Storz A Bestandteil der Planung sein.
Die genaue Ausführung sollte auf die Anforderungen des Brandschutzkonzepts und die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden.
Detail 7: Die erforderliche Entnahmemenge beachten
Neben dem gespeicherten Gesamtvolumen ist auch die erforderliche Entnahmemenge relevant.
Es sollte geprüft werden, wie viel Wasser im vorgesehenen Einsatzfall zur Verfügung stehen muss. Dabei müssen Speicher und Entnahmeeinrichtung aufeinander abgestimmt sein.
Ein großer Tank allein bedeutet daher nicht automatisch eine passende Löschwasserversorgung. Die gesamte Infrastruktur muss entsprechend geplant werden.
Detail 8: Feuerwehrzugang berücksichtigen
Die Entnahmestelle sollte so positioniert werden, dass sie für die Einsatzkräfte gut erreichbar ist.
Bei der Grundstücksplanung können deshalb Zufahrten und Bewegungsflächen berücksichtigt werden.
Eine gut zugängliche Entnahmeeinrichtung erleichtert die Nutzung des gespeicherten Löschwassers im vorgesehenen Einsatzfall.
Detail 9: Geeignet für Industrieanlagen
Industrieanlagen können aufgrund ihrer Größe und Nutzung besondere Anforderungen an die Löschwasserversorgung stellen.
Produktionshallen, Lagerbereiche und technische Anlagen können sich auf einem weitläufigen Betriebsgelände befinden. Eine eigene Löschwasserbevorratung kann hier eine wichtige Ergänzung der Brandschutzinfrastruktur darstellen.
Die erforderliche Tankgröße sollte dabei immer projektbezogen bestimmt werden.
Detail 10: Einsatz in Logistikzentren
Logistikzentren und große Lagerhallen benötigen häufig eine effiziente Nutzung der verfügbaren Grundstücksfläche.
Ein unterirdischer Löschwassertank kann hier eine interessante Lösung sein, da der eigentliche Speicher unter der Oberfläche liegt.
Dadurch können oberirdische Bereiche weiterhin für Zufahrten, Rangierflächen, Stellplätze oder andere geeignete betriebliche Nutzungen vorgesehen werden, sofern die baulichen Voraussetzungen dies zulassen.
Detail 11: Verwendung bei Gewerbebetrieben
Auch Gewerbebetriebe können auf eine zusätzliche Löschwasserreserve angewiesen sein.
Dies kann beispielsweise bei größeren Werkstätten, Lagergebäuden oder Gewerbestandorten der Fall sein, wenn die öffentliche Wasserversorgung den erforderlichen Bedarf nicht ausreichend abdeckt.
Ein unterirdischer Tank kann in solchen Fällen in die bestehende oder geplante Brandschutzinfrastruktur integriert werden.
Detail 12: Landwirtschaftliche Betriebe berücksichtigen
Landwirtschaftliche Betriebe verfügen teilweise über große Stallungen, Maschinenhallen, Lagergebäude und weitere Betriebsflächen.
Wenn sich ein solcher Standort außerhalb eines gut erschlossenen Gebiets befindet, kann die Löschwasserversorgung eine besondere Herausforderung darstellen.
Ein eigener Löschwassertank kann eine zusätzliche Wasserreserve direkt am Betrieb bereitstellen.
Detail 13: Neubauten frühzeitig planen
Bei einem Neubau sollte der Löschwassertank möglichst früh berücksichtigt werden.
Architekten, Generalunternehmer, Bauplaner und Brandschutzplaner können den benötigten Platz, die Leitungsführung und die Entnahmeeinrichtung bereits in die Gesamtplanung integrieren.
Eine frühzeitige Planung kann spätere Änderungen am Grundstück und an der technischen Infrastruktur vermeiden.
Detail 14: Bestehende Anlagen nachrüsten
Auch bei bestehenden Gebäuden kann die Installation eines unterirdischen Löschwassertanks möglich sein.
Hier müssen jedoch vorhandene Leitungen, Gebäude, Verkehrsflächen und andere Einrichtungen berücksichtigt werden.
Eine genaue Prüfung des Grundstücks ist deshalb wichtig, bevor der Einbau geplant wird.
Detail 15: Die unterirdische Bauweise effizient nutzen
Die unterirdische Installation kann besonders bei begrenzten Grundstücksflächen von Vorteil sein.
Ein großer oberirdischer Tank kann die Nutzung und Gestaltung eines Betriebsgeländes beeinflussen. Ein unterirdischer Speicher lässt sich dagegen deutlich unauffälliger integrieren.
Je nach Ausführung kann die Oberfläche nach Abschluss der Arbeiten weiterhin für geeignete Zwecke genutzt werden.
Detail 16: Brandschutzkonzept als Grundlage verwenden
Die Planung eines Löschwassertanks sollte eng mit dem Brandschutzkonzept abgestimmt werden.
Darin können wichtige Angaben zum Löschwasserbedarf und zur vorgesehenen Löschwasserversorgung enthalten sein.
Unternehmen und Planer sollten deshalb die Anforderungen des jeweiligen Projekts berücksichtigen, bevor das endgültige Tankvolumen festgelegt wird.
Detail 17: Wartung und langfristige Nutzung einplanen
Ein Löschwassertank ist auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Deshalb sollte bereits bei der Planung darauf geachtet werden, dass die relevanten Komponenten später erreichbar bleiben.
Entnahmeeinrichtungen und andere technische Bereiche sollten für erforderliche Kontrollen und Wartungsarbeiten zugänglich sein.
Auch die regelmäßige Überprüfung der Anlage sollte in das betriebliche Konzept aufgenommen werden.
Detail 18: Individuelle Lösungen für Österreich
Bei Projekten in Österreich können Löschwassertanks für unterschiedliche Standortbedingungen geplant werden.
Dabei können unter anderem Projekte in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol, Kärnten, Vorarlberg und dem Burgenland berücksichtigt werden.
Die konkrete Ausführung sollte jedoch immer auf die jeweiligen örtlichen und projektbezogenen Anforderungen abgestimmt werden.
Vorteile eines unterirdischen Löschwassertanks
Ein unterirdischer Löschwassertank bietet mehrere praktische Vorteile.
Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, eine große Wassermenge direkt am Standort zu bevorraten. Dadurch kann eine zusätzliche Löschwasserreserve geschaffen werden, wenn die öffentliche Versorgung nicht ausreicht.
Die unterirdische Bauweise ermöglicht außerdem eine platzsparende Integration in das Grundstück. Dies kann besonders für Industrieanlagen, Logistikzentren und Gewerbeobjekte interessant sein.
Ein weiterer Vorteil ist die vergleichsweise unauffällige Gestaltung. Nach dem Einbau ist der Speicher von außen weniger sichtbar als ein großer oberirdischer Tank.
Auch die Möglichkeit, verschiedene Speichervolumen zu planen, ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen.
Welche Tankgröße ist die richtige?
Die richtige Tankgröße hängt vom individuellen Projekt ab.
Ein Speicher mit 100 m³ kann für bestimmte Projekte ausreichend sein, während größere Anlagen möglicherweise 150 oder 200 m³ benötigen. Bei besonders großen Anforderungen kann auch ein individuell dimensionierter Speicher erforderlich sein.
Die Entscheidung sollte deshalb auf Grundlage des tatsächlichen Löschwasserbedarfs getroffen werden.
Was sollte eine Anfrage für einen Löschwassertank enthalten?
Für eine konkrete Anfrage sollten Unternehmen möglichst genaue Informationen bereitstellen.
Wichtig sind insbesondere die benötigte Löschwassermenge und der Projektstandort. Wenn bereits ein Brandschutzplan, ein Leistungsverzeichnis oder andere relevante Planungsunterlagen vorhanden sind, können diese ebenfalls hilfreich sein.
Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, welches Tankvolumen und welche technische Ausführung für das Projekt geeignet sind.
Kosten eines Löschwassertanks
Die Kosten lassen sich nicht pauschal bestimmen. Sie hängen unter anderem vom Speichervolumen, der technischen Ausführung, den örtlichen Bodenverhältnissen und dem erforderlichen Einbauaufwand ab.
Auch die Entnahmeeinrichtungen und weitere projektspezifische Anforderungen können den Gesamtaufwand beeinflussen.
Deshalb sollte für ein konkretes Vorhaben immer ein projektbezogenes Angebot eingeholt werden.
Fazit
Ein Löschwassertank kann eine zuverlässige Möglichkeit bieten, eine zusätzliche Löschwasserreserve für Industrie, Gewerbe, Logistik und Landwirtschaft bereitzustellen.
Besonders unterirdische Speicher bieten den Vorteil, dass große Wassermengen platzsparend und vergleichsweise unauffällig in ein Grundstück integriert werden können.
Bei der Planung sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu gehören der tatsächliche Löschwasserbedarf, die vorhandene öffentliche Wasserversorgung, das passende Speichervolumen, der Standort, die Bodenverhältnisse und die erforderliche Entnahmeeinrichtung.
Auch der Zugang für die Feuerwehr, die langfristige Wartbarkeit und die Anforderungen des Brandschutzkonzepts spielen eine wichtige Rolle.
Mit unterschiedlichen Größen von beispielsweise 50, 100, 120, 150 oder 200 m³ können Löschwassertanks an verschiedene Projektanforderungen angepasst werden. Für größere Vorhaben sind auch individuell geplante Speicherlösungen möglich.
Eine sorgfältige Planung bildet daher die Grundlage für eine funktionale und langfristig geeignete Löschwasserbevorratung.

